Abonniere mich!

Obwohl die Email totgesagt wurde, gibt es Newsletter immer noch. Ich schreibe, einmal im Monat, was sich in meinem Leben zugetragen hat, speziell das Schreiben und das Sprechen betreffend. Klar.

Ich halte den Newsletter frei von Bildern, die gibt es auf Instagram, und mache keine Werbung. Oder, halt: Für nur meine eigene Arbeit vielleicht doch; für die nächsten zwei Jahre sind vier Kurzgeschichtensammlungen geplant, natürlich werde ich darüber informieren, wo und wann sie erhältlich sind.

Wenn Du auch in den Verteiler möchtest, kannst Du hier Deine Email-Adresse schicken:

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Technisches: Die Website hat keine Tracker oder Fremdcookies und auch dieses Formular speichert keine IP-Adressen. Deine Email-Adresse kommt in eine Liste auf meinem Rechner, die verschlüsselt in einem Offline-Backup landet. Du kannst Dein Abonnement jederzeit mit einer Mail an keinabo@oliverwunderlich.de beenden – die Email kann auch ohne Inhalt oder Betreff sein. Aber das steht auch am Ende jedes Newsletters.

Hier, als Beispiel, der allererste Newsletter, den ich im Mai 2022 verschickt habe:


Hallo Vorname!

Willkommen beim ersten „Wunderlichen Newsletter“. Obwohl meine Website noch im Verborgenen wächst, sind drei Abonnent*innen zusammengekommen – also: Gehen wir’s an!

Spatzen, Ringeltauben, Kohlmeisen, Blaumeisen, Uhus, Eulen, Falken, Adler, Rotkehlchen?, gelbe Vögel, Vögel mit einem weißen Helm, Elstern, Krähen, Ringelnattern, Blindschleichen, Eidechsen – so viele Eidechsen!, Skorpione, Skarabäuskäfer, Rosenwanzen, Hirschkäfer, Tausendfüßler klein, Tausendfüßler echt groß, Ameisen, Asseln, Wespen, Bienen, viele Hummelarten, Schmetterlinge, Stubenfliegen, Schmeißfliegen, getigerte Fliegen, Mücken, Raupen, verirrte Jagdhunde, Stachelschweine, Wildschweine, Rehe, unsere Hunde und bisher nur eine einzige, verschämte Nacktschnecke. Das sind die Tiere, die mit uns im Garten und im Haus leben, in das wir im November gezogen sind.

Mittlerweile haben wir uns langsam eingelebt, aber der Umzug war traumatischer, als wir das erhofft hatten. Es hilft, dass es hier schon manchmal richtig sommerlich warm ist und überall das Maigrün von den Bäumen, Büschen, Wiesen und Weiden strahlt.

Eher langsam sind unsere Fortschritte beim Erlernen der italienischen Sprache – ich Narr hatte gedacht, dass man nach einem halben Jahr schon einigermaßen ratschen kann – weit gefehlt! Im Supermarkt, vor drei Tagen, hat die Kassiererin einen alten Mann angesprochen, der hinter mir an der Kasse stand. „Na, Massimo, was kochst Du Deiner Frau heute zum Abendessen?“ – ich hatte jedes Wort verstanden und war stolz. Massimo antwortete. Er erklärte der Kassiererin und mir das Rezept – kein mir bekanntes Wort der italienischen Sprache fand dabei Verwendung. „Va bene“, stammelte ich nur und trollte mich aus dem Conad.

Was ist sonst im April passiert?

Meine Lieblingsgeschichte bei „Anders und Wunderlich“ war „Unvergessen“. Ich habe mich dafür ausgiebig mit Alzheimer beschäftigt, denn ich habe Angst, davon einmal betroffen zu sein. Darum habe ich mir Erfahrungsberichte durchgelesen, in Foren gestöbert, in denen sich Angehörige austauschen und über den Verlauf der Erkrankung recherchiert. Das Ergebnis war eben diese Sendung. Triggerwarnung Demenz und: Manchen ist sie vielleicht zu traurig. (Ich finde, es ist eine Liebesgeschichte.)

Cambridge Analytica und der gleichnamige Skandal haben mich erschüttert. Einige Zeit danach habe ich mich aus Facebook zurückgezogen, obwohl „Anders und Wunderlich“ eine gemütliche Gruppe dort pflegte. Jahrelang lebte ich Zuckerberg-frei. Aber in Italien geht es kaum ohne WhatsApp, also habe ich nun auch einen Instagram-Account unter dem Handle @explikator. Und, um ganz ehrlich zu sein: Es macht Spaß. Ich habe mir vorgenommen, mich nicht zu genau umzusehen und weiterzuposten, so lange es unterhaltsam bleibt.

Das Buchprojekt, das wegen des Umzugs auf Eis lag, nimmt langsam Formen an. Wenn ich das Tempo beibehalten kann, dann sollte im August die erste Kurzgeschichtensammlung erscheinen. Angedacht sind vier Bände, der Erste soll „Wir Anderen – 22 Menschen und ihre Geschichte“ heißen und als Buch, eBook und Hörbuch erscheinen. Nächsten Monat mehr darüber.

Außer „Anders und Wunderlich“ habe ich schon einige andere Podcastformate gemacht. Besonderen Anklang fand einst „Der Explikator“. Den hörten jeden Tag ungefähr 1200 Menschen, insgesamt wurden ein wenig mehr als eine Million Episoden downgeloadet. In den letzten Wochen habe ich mich mit dem Gedanken getragen, ob ich ihn vielleicht wiederbeleben sollte. Nicht im alten Format, sondern vielleicht einfach als „Gedanke des Tages“. Was meinst Du?

So viel zum April – bis nächsten Monat!
Liebe Grüße, Dein Oliver Wunderlich